Umsetzungsgesetz (Erlass vom 15.10.2019)

Mit dem 15. Oktober 2019 tritt das erste Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Bistumssynode 2013-2016 (Umsetzungsgesetz) ein. Mehr dazu ist im Amtsblatt 163. Jahrgang Nr. 11 vom 15. Oktober 2019 nachzulesen: hier

Leitungsteams der ersten 15 Pfarreien der Zukunft benannt

Am 19. September wurden die Leitungsteams der neuen Pfarreien bekanntgegeben, die am 1. Januar 2020 starten. In Saarbrücken werden Pfr. Clemens Grünebach, Klaus Becker und Monika Urbatsch zuständig sein. Weitere Informationen finden Sie hier:

PdZ Konkret!

Liebe künftige Mitglieder der Pfarrei der Zukunft Saarbrücken,

„Jetzt wird es ernst!“- Das ist ein Satz, der uns unser Leben lang begleitet….am ersten Schultag, am ersten Kindergartentag, vor dem Start ins Berufsleben und bei anderen wichtigen Tagen im Leben eines jeden. Aber jeder weiß, dass man nicht alles so „ernst“ nehmen darf. Ein gewisses Maß an Gelassenheit und Humor gehört zu einem guten Leben dazu – so auch im kirchlichen Leben!

Ab 01.01.2020 ist Saarbrücken eine der 15 neugegründeten Pfarreien im Bistum Trier. Aus dem Dekanat Saarbrücken wird eine Pfarrei als Verwaltungseinheit.

Zukünftig möchten wir Sie mit der neuen Rubrik „PdZ (Pfarrei der Zukunft) Konkret“, immer wieder über die aktuellen Entwicklungen in der Pfarrei der Zukunft (PdZ) Saarbrücken informieren.
 

Diakon Roland Isberner (St. Jakob)
Pfarrsekretärin Jacqueline Reimann-Jung (St. Jakob)
(Fachkonferenz Öffentlichkeitsarbeit des Dekanates Saarbrücken)

  • Teil 1: Orte von Kirche

    Welche Orte gehören ab 01.01.2020 zur Pfarrei Saarbrücken?

    Friedrichsthal mit Bildstock und Maybach, Kleinblittersdorf mit Auersmacher – Sitterswald - Bliesransbach und Rilchingen-Hanweiler, Quierschied mit Fischbach und Göttelborn, Sulzbach mit Altenwald – Neuweiler und Hühnerfeld,

    Saarbrücken mit Dudweiler - Scheidter Tal mit Rentrisch und Schafbrücke – Burbach – Malstatt mit Rodenhof - St. Johann mit Eschberg – St. Arnual – Brebach-Fechingen mit Güdingen und Bübingen und Alt-Saarbrücken sowie Altenkessel - Klarenthal und Gersweiler.

    Mit insgesamt knapp 100.000 Katholiken wird es die größte Pfarrei Deutschlands sein. Trotzdem wird die Pfarrei Saarbrücken von den Orten kirchlichen Lebens aufgebaut und getragen.

    Der Begriff „Orte von Kirche“ ist ein Schlüssel für das Konzept der neuen Pfarrei Saarbrücken. Bislang haben die Pfarreien unter der Verantwortung des Pfarrers und der Gremien (Verwaltungsrat und Pfarreienrat) das Leben der Pfarrei bestimmt.

    Zukünftig wird die Pfarrei von den einzelnen Orten her gestaltet werden.

    Was sind „Orte von Kirche“?

    Orte von Kirche sind überall dort, wo sich kirchliches Leben ereignet. Es gilt das Jesuswort „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“.

    Orte von Kirche können territorial, personal oder thematisch begründet sein.

    Dazu gehören zum Beispiel Altenheime, Krankenhäuser, Kindergärten, Kirchenräume, aber auch Gebetskreise, Messdiener, Jugendgruppen, Chöre, Familienkreise, die Caritas mit ihren Einrichtungen, Eltern-Kind-Gruppen, Gottesdienste mit ihren Vorbereitungsgruppen und Seniorengruppen.

    In Zukunft werden sich noch andere Orte kirchlichen Lebens entwickeln, je nach den Interessen und Bedürfnissen der Menschen die sich finden und zusammenschließen. So entsteht ein Netzwerk, welches es bisher so nicht gab. Die Pfarrei Saarbrücken wird vielfältiger, wenn sie von den Orten der Kirche her gestaltet wird. Den einzelnen Gruppen und Einrichtungen kommt eine viel höhere Bedeutung zu als bisher. Die Pfarrei Saarbücken wächst so von unten, aus dem Engagement der Getauften, am jeweiligen Ort von Kirche. Die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Impulse und unterstützen das Neue, das sich entwickelt.

    Jeder Einzelne mit seinen Ideen und seinem Engagement wird weiterhin wichtig sein. Sie sind der Motor der künftigen Pfarrei Saarbrücken.

    Aus den Orten von Kirche konstituiert sich die sog. „Synodalversammlung“. Diese Versammlung setzt sich aus den Delegierten der einzelnen Interessengruppen zusammen. Sie wirken so auch maßgeblich an der Gestaltung der gesamten Pfarrei mit. Die genaueren Details hierzu werden derzeit noch vom Generalvikariat in Trier ausgearbeitet.

    Auf SIE kommt es an!

    Das war für uns Motivation diese Informationsreihe „PdZ Konkrekt“ zu beginnen. Wir möchten Sie herzlich einladen, uns Ihre Fragen oder Anregungen persönlich zu übermitteln. Sprechen Sie uns an – gerne auch per Mail  pfarramt@sanktjakob.de  oder Telefon 0681-52678.

    Gerne können Sie sich auch über die Internetseite des Bistums www.bistum-trier.de/heraus-gerufen informieren.

  • Teil 2: Organisationsaufbau

    Die Pfarrei (der Zukunft) Saarbrücken wird wesentlich komplexer sein als die jetzigen Pfarreien. Sie braucht eine ihrer Größe angemessene, stabile Organisationsform.

    Zwei wichtige Ebenen der Pfarrei sind die Orte von Kirche als lokale Handlungsebene und das Leitungsteam mit Gremien (Rat der Pfarrei und der Verwaltungsausschuss) als Steuerungsebene.

    Auch in Zukunft erwarten die Menschen vor Ort, dass es zuverlässige Ansprechpartner für alle ihre seelsorgerischen Anliegen gibt. Es wird auch weiterhin zuverlässige und verbindliche Gottesdienstordnungen geben. Taufen werden gespendet, Trauernde gut begleitet, Erstkommunionen und Firmungen gefeiert.

    Die Pfarrei (der Zukunft) Saarbrücken wird von den Getauften gestaltet. Sie kommen an vielen Orten von Kirche zusammen, leben ihren Glauben und erfahren Gemeinschaft.

    Jeder Gläubige wird für sich das Passende finden, z.B. die Eucharistiefeier in der Kirche in Quierschied, die Angebote im Kirchenladen (welt.raum) am St. Johanner Markt oder das Gestalten der Gottesdienste in Alt-Saarbrücken.

    Es werden sich aber sicherlich auch neue Initiativen zum Glauben bilden, die dann in der Pfarrei (der Zukunft) Saarbrücken ihre Berichtigung haben.

    Dies gilt es gut zu organisieren. Es muss dafür gesorgt werden, dass ganz unterschiedliche Orte von Kirche in Saarbrücken und Umgebung gut miteinander arbeiten können und stärker vernetzt sind.

    Dazu sieht die Synode eine Synodalversammlung vor, die u.a. aus Delegierten der einzelnen Orte von Kirche gebildet wird.

    In der Synodalversammlung bringen die Delegierten ihre Interessen ein und geben Impulse für die Weiterentwicklung der gesamten Pfarrei.

    Die Orte von Kirche brauchen eine Bestätigung durch den Rat der Pfarrei, indem er die Kriterien für den Zugang zur Synodalversammlung ( u.a. Anerkennung des Rahmenleitbildes und der Gremienordnung) prüft.

    Um Ihnen die Gremienstruktur etwas zu veranschaulichen, greifen wir auf ein Bild der Teilprozessgruppe synodales Prinzip zurück (s.o.)

    Für Fragen und Anregungen sind wir jederzeit offen und dankbar.

     

  • Teil 3: Gremien der Pfarrei der Zukunft

    Mit der Synodalversammlung wird ein neues Gremium geschaffen. Getreu dem Slogan „Was alle angeht, soll auch von allen besprochen werden“ – somit kann jeder seine Interessen einbringen. Neben den (ehrenamtlichen) Delegierten aus den Orten von Kirchen gehören auch je ein/e Delegierte/r aus jedem Verwaltungsteam, je ein/e Delegierte/r aus den Mitarbeitervertretungen sowie die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei zu der Versammlung.

    Die Versammlung hat die Aufgabe, die einzelnen Orte von Kirche miteinander zu vernetzen. Darüber hinaus legt die Versammlung die Schwerpunkte der Arbeit innerhalb der neuen Pfarrei fest. Beschlüsse, die diese Versammlung fasst, muss der Rat der Pfarrei entgegennehmen. Der Rat wird sich damit befassen und das Ergebnis zurückmelden.

    Die Synodalversammlung soll mindestens einmal im Jahr tagen; sie wählt 10 Mitglieder für den Rat der Pfarrei. Außerdem nimmt sie die Rechenschaftsberichte von Leitungsteam, Rat der Pfarrei und ggf. von Fachausschüssen entgegen.

    Der Rat der Pfarrei berät und beschließt zusammen mit dem Leitungsteam über grundsätzliche Fragen zur Pastoral und Verwaltung in der neuen Pfarrei.

    Der Rat der Pfarrei wählt bis zu zwei ehrenamtliche Mitglieder des Leitungsteam, die der Bischof danach ernennt. Außerdem bildet der Rat einen Verwaltungsausschuss, der ihn bei seiner Arbeit berät und unterstützt - das konkrete Verfahren über die Besetzung dieses Ausschusses wird derzeit im Bischöflichen Generalvikariat in Trier noch entwickelt.

    Den Vorsitz des Rates der Pfarrei hat der künftige leitende Pfarrer. Dies ist kirchenrechtlich so vorgegeben.

    Natürlich greift auch hier das synodale Verständnis: dem Pfarrer wird ein/e Moderator/in zur Seite stehen, den der Rat aus seinem Kreis gewählt hat. Die Amtszeit des Rates beträgt 4 Jahre und hat eine Größe von maximal 22 Personen.

    Damit die künftige Pfarrei Saarbrücken eine gewählte Repräsentanz hat, ist vorgesehen den ersten Rat der Pfarrei bereits im Herbst 2019 durch eine Wahlversammlung der bestehenden Gremien (der jetzigen Pfarreien und Kirchengemeinden) zu wählen.

    Weiterhin soll es in der neuen Pfarrei Saarbrücken sogenannte Verwaltungsteams geben. Das sind Menschen direkt am Ort, die sich um die Belange des Ortes kümmern ( zB Wechseln der Glühbirne im Pfarrhaus, Verwaltung des Budgets am Ort). Diese Teams werden vom Rat der Pfarrei bestätigt. Ihre Amtszeit beträgt 4 Jahre.

    Auch hier soll es zu einem nahtlosen Übergang kommen. Es ist vorgesehen, dass die jetzigen Verwaltungsräte sich auf Antrag als Verwaltungsteam konstituieren und für eine Zeit von maximal 2 Jahren ihre bisherigen operativen Aufgaben fortführen. Über den Antrag entscheidet der Rat der Pfarrei. Die Aufgaben werden vom Leitungsteam bestätigt.

    Kirchenrechtlich ist es vorgesehen, ein sogenanntes Anhörungsverfahren durchzuführen. Im Rahmen der Anhörung haben die anzuhörenden Gremien und Personen die Möglichkeit umfassend zu dem Thema Stellung zu beziehen.

    Die Anhörung soll in folgenden Schritten von statten gehen:

    1. Vorbereitung der formalen Anhörung: In Saarbrücken wurde diese Anhörung durch eine Informationsveranstaltung am 30.3.19 vorbereitet.
    1. Durchführung der formalen Anhörung: Der Entwurf zum Ersten Gesetz zur Umsetzung wird jetzt im April versendet und soll bis zum 31.5. beraten und zurück nach Trier geschickt werden.
    1. Die Auswertung dieser ersten Anhörung erfolgt im Juni, unterstützt wird unser Bistum dabei von einem unabhängigen Institut. Diese Auswertung wird anschließend veröffentlicht. Danach überarbeitet die Bistumsleitung dieses Gesetz und der Bischof erlässt das Erste Gesetz zur Umsetzung der Diözesansynode 2013 bis 2016.
    1. Aufgrund dieses Gesetzerlasses können dann die Dekrete zur Auflösung der bisherigen und Errichtung der neuen Pfarreien und Kirchengemeinden zum 01.01.2020 erlassen werden.

    Wie Sie sehen, es passiert einiges und das Jahr 2019 bleibt spannend und ereignisreich. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir im Gespräch bleiben und die Kommunikation untereinander nicht abreißt. Denn es kommt auf jeden einzelnen Getauften an!

    Gerade zum Osterfest wird wieder deutlich was Aufbruch und Neubeginn heißt. Lassen wir uns mitnehmen von unserem Herrn Jesus Christus durch Zeiten des Leidens und der Auferstehung.

    Wie immer freuen wir uns auf Ihre Fragen und Anregungen.

  • Teil 4: Das Leitungsteam

    Liebe künftige Mitglieder der Pfarrei der Zukunft Saarbrücken, heute geht es weiter mit unserer Reihe PdZ Konkret, genauer gesagt dem 4. Teil: das Leitungsteam.

    Die Synode hat für die Leitung der Pfarrei eine weitreichende Veränderung vorgegeben: Die Pfarrei wird von einem Leitungsteam statt von einem Pfarrer allein geleitet. Das Leitungsteam besteht zukünftig aus drei Hauptamtlichen und möglichst zwei Ehrenamtlichen. Einer der drei Hauptamtlichen ist der Pfarrer. Durch die Teamarbeit und die damit verbundene geteilte Verantwortung entsteht eine andere Qualität von Leitung. Das Leitungsteam ist ein Führungs- und Leitungsgremium und verantwortlich für die gesamte Entwicklung in der ganzen Pfarrei. Es koordiniert die pastorale Arbeit, fördert die diakonische Kirchenentwicklung, repräsentiert nach innen und außen und steuert die Verwaltung in der neuen Pfarrei. Der Pfarrer hat eine besondere Rolle im Leitungsteam, dies ist kirchenrechtlich so vorgegeben. Zur Umsetzung der pastoralen Schwerpunkte gehört auch die Führung des Personals, sowohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde und der Bistums Beschäftigten, die das Bistum der Pfarrei zur Verfügung stellt. Die Amtszeit des Pfarrers beträgt 6 Jahre und kann um weitere 6 Jahre verlängert werden. Er wird vom Bischof ernannt. Alle anderen hauptamtlichen Mitarbeiter des Leitungsteams können sich auf die Stelle bewerben und durchlaufen ein normales Bewerbungsverfahren. Die Amtszeit dieser Mitarbeiter beträgt 4 Jahre, mit Verlängerungsmöglichkeit bis längstens 12 Jahre. Gleiches gilt für die Wiederwahl von den Ehrenamtlichen durch den Rat der Pfarrei. Für das Leitungsteam wird es eine Geschäftsordnung geben. Bis Oktober 2019 soll das Leitungsteam für die Pfarrei Saarbrücken feststehen.

  • Teil 5: Aktuelle Entwicklung

    Liebe künftige Mitglieder der Pfarrei der Zukunft Saarbrücken, gerne möchten wir Sie heute über die aktuellen Entwicklungen im Prozess der Synodenumsetzung informieren. Mit Ende Mai ist das Anhörungsverfahren zum „Ersten Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“, abgeschlossen. Die Gremien und Personen in den Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Dekanaten konnten so ihre Meinung zum Gesetzesvorschlag dem Bischof mitteilen. Mit der Auswertung der Anhörung ist das pragma Institut in Bamberg beauftragt worden, um so eine objektive Stellungnahme zu gewährleisten. Am 14. Juni sind die diözesanen Gremien und Berufsgruppenvertreter u.a. zu einem Zwischenbericht zum Anhörungsverfahren in Trier zusammen gekommen. Laut dem Projektleiter des pragma Instituts sind ein Drittel der eingegangen Stellungnahmen ausgewertet. Hier wird deutlich: mehr als die Hälfte der eingegangenen Stellungnahmen sind „ausgewogen“, zehn Prozent „stark positiv“ und knapp ein Viertel „stark negativ“. Im Juli soll die Auswertung abgeschlossen sein und veröffentlicht werden. Der August wird dann genutzt um die Modifizierung und Korrektur des Gesetzes durchzuführen, damit das Gesetzt am 15.09.2019 endgültig erlassen werden kann. Somit können die Dekrete für die am 01.01.20 neu errichteten Pfarreien geprüft und am 01.11.19 durch den Bischof erlassen werden. Damit wären die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Den Sommer wird Bischof Stephan nutzen um mit Priestern Gespräche zu führen und sie als leitende Pfarrer zu gewinnen. Das Bewerbungsverfahren für die beiden hauptberuflichen Mitarbeiter des Leitungsteams wird auch über die Sommermonate durchgeführt. Wir rechnen damit, dass zum 01.10.19 die Mitglieder des Leitungsteams feststehen und bekannt gegeben werden. Viele Ehrenamtliche haben ihr Interesse an einer Mitarbeit in den Leitungsteams und im Rat der Pfarrei bekundet und um weitere Informationen gebeten. Unabhängig von der Auswertung der zurzeit laufenden Anhörung und sich daraus ergebenen Veränderungen, wird in drei Veranstaltungen über den aktuellen Stand der Aufgaben des Leitungsteams und des Rates der Pfarrei informiert.. Somit haben interessierte Ehrenamtliche Gelegenheit, sich über die Aufgaben und das Anforderungsprofil für die Mitarbeit im Leitungsteam und im Rat der Pfarrei zu informieren und die eigene Motivation zu klären. Für den Visitationsbezirk wird diese Veranstaltung am Freitag, den 20. September 2019, 15.00 – 21.00 Uhr im Kulturforum Illipse, Burgweg 4, 66557 Illingen stattfinden. Menschen, die Herausforderungen gerne annehmen und neue Wege gehen wollen, die Kirche der Zukunft maßgeblich mitgestalten wollen, sind herzlich willkommen. Haben Sie Mut, trauen Sie sich diese Schritte zu wagen!

    Diakon Roland Isberner und Pfarrsekretärin Jacqueline Reimann-Jung

  • Konkretes

    Liebe künftige Mitglieder der Pfarrei der Zukunft Saarbrücken,

     

    in den letzten Ausgaben hatten wir nicht viel Neues zu berichten. Wie wir allerdings erwartet haben, überschlagen sich jetzt die Ereignisse. Mit Pfr. Clemens Grünebach, Klaus Becker und Monika Urbatsch steht das Leitungsteam unserer Pfarrei fest.

     

    Doch zunächst ein Blick zurück: Mit der Entscheidung des Bischofs vom 10. Januar, die Synode in zwei Etappen umzusetzen, war klar, dass das Dekanat Saarbrücken zum 1. Januar 2020 als neue Pfarrei und Kirchengemeinde („Pfarrei der Zukunft“) an den Start gehen wird – gemeinsam mit 14 anderen; mittlerweile ist ebenso festgelegt, dass die 20 übrigen neuen Pfarreien zum 1. Januar 2021 (und nicht wie zunächst vorgesehen 2022) beginnen werden. Um den Übergang in die neue Pfarrei vorzubereiten, wurden überall sogenannte Steuerungsgruppen eingesetzt; unsere Steuerungsgruppe besteht aus: Dechant Benedikt Welter, Dekanatsreferentin Beate Barg, Stellvertretender Dechant Manfred Kostka, Caritasdirektor Michael Groß, Pfarrer Michael Müller, Pastoralreferentin Dr. Pascale Jung, Pastoralreferent Lutwin Gilla, Gemeindereferentin Anneliese Maaß, Gemeindereferent Helmut Willems, Diakon Roland Isberner, den Pfarrsekretärinnen: Sabine Berg, Dr. Katharina Rauchenecker (bis September 2019), Jacqueline Reimann-Jung (seit Oktober 2019), Andrea Scherer sowie Florian Gepp und Marc Oster (Dekanatsrat). Die Steuerungsgruppe ist vom Bischöflichen Generalvikar mit einem Mandat ausgestattet, um entsprechende Entscheidungen treffen zu können. Aus der Steuerungsgruppe heraus müssen unter anderem die Wahl des neuen Rates der Pfarrei vorbereitet werden und vor allem - in Rückkopplung mit der Dekanatskonferenz - sichergestellt werden, dass die Präsenz der kirchlichen Angebote gewährleistet bleibt. Dazu hat die Steuerungsgruppe auch ein neues Format entwickelt: am 23. September wurden unter Leitung von Dechant Welter alle Priester im aktiven Dienst (Pfarrer, Kooperatoren aus den Pfarreiengemeinschaften und Pfarrer aus der Klink-, Schul- und Jugendseelsorge) zu einer Priesterkonferenz eingeladen. Dort wurden die bestehenden Gottesdienstordnungen für die Sonntage präsentiert und darüber beraten, wie diese für 2020 zunächst aufrecht erhalten werden können. Desweiteren wurden nächste Schritte zur Beratung in künftigen Priesterkonferenzen vereinbart. Zwei konkrete Ergebnisse: durch den Wechsel von Pfarrer Michael Müller in die Gefängnisseelsorge zum Januar 2020 besteht vor allem im Bereich der Kommunen Quierschied und Sulzbach Unterstützungsbedarf. Ab Januar werden deshalb Pfarrer Klaus Peter Kohler (Burbach) und Jugend- und Schulpfarrer Christian Heinz in diesem Raum in den sonntäglichen Gottesdiensten mithelfen. Pfarrer Benedikt Welter wird ab Januar im Raum Kleinblittersdorf unterstützen.  

    Fachkonferenzen für die neue Pfarrei Saarbrücken:

    Aus der Dekanatskonferenz heraus wurden zudem bereits im vergangenen Jahr zwei Fachkonferenzen gebildet, die sich unter zwei wichtigen Gesichtspunkten der neuen Pfarrei zuwenden:

    • Fachkonferenz Öffentlichkeitsarbeit
      Die Fachkonferenz Öffentlichkeitsarbeit des Dekanates beschäftigt sich damit, wie künftig alle wichtigen Informationen aus der künftigen Pfarrei an Sie, die Menschen vor Ort, gelangen können (und zwar sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form). Unter anderen ist ein neues Magazin in der Vorbereitung. Über einen Appetithappen in Form einer „Pilot-Ausgabe“ dürfen Sie sich bereits vor Weihnachten freuen. Das neue Magazin, dessen Namen noch nicht verraten wird, soll den gewohnten Pfarrbrief nicht ersetzen. Es wird ihn vielmehr ergänzen und Lust machen auf die vielfältigen Themen in der neuen Pfarrei. Darum rät die Fachkonferenz Öffentlichkeitsarbeit: Achten Sie in der Woche vor Weihnachten auf das neue Magazin in Ihrem Briefkasten (ggf. als Beilage im Wochenspiegel) und lassen Sie sich überraschen. Die Beratungen über eine passgenaue und kluge Öffentlichkeitsarbeit in Print und Internet werden mit dem zuständigen Strategiebereich Kommunikation des Bischöflichen Generalvikariates abgestimmt.
    • Fachkonferenz Sterben, Tod und Trauer
      In dieser Fachkonferenz wird ein Konzept erarbeitet, wie in der neuen Pfarrei Saarbrücken dieser so wichtige und bedeutsame kirchliche Dienst, nämlich Menschen angesichts von Sterben und Tod und Trauer zu begleiten, von den Seelsorgerinnen und Seelsorgern (noch) besser ausgestaltet werden kann. In der letzten Dekanatskonferenz am 14. November wird diese Fachkonferenz ihr Konzept zur Abstimmung präsentieren. Wir werden über das Ergebnis informieren.

    Und jetzt: weitere Blicke voraus

    Zum 15. Oktober 2019 hat der Bischof das „Erste Gesetz zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier“ erlassen. Bis Anfang November läuft das Anhörungsverfahren zum Dekret über die Errichtung der Pfarrei/ Kirchengemeinde Saarbrücken. Nun steht uns die Wahlversammlung zur Wahl des Rates der Pfarrei Saarbrücken bevor. Alle stimmberechtigten Mitglieder der jetzigen Verwaltungsräte, Kirchengemeinderäte, Pfarrgemeinderäte und Pfarreienräte direkt sind aufgerufen, die beiden Kammern des neuen Rates – Pastoralkammer und Vermögenskammer - zu wählen. Die Pastoralkammer, die sich mit den Beschlüssen der Synodalversammlung befasst und bei der Umsetzung maßgeblich beteiligt ist, besteht aus 20 Mitgliedern. Die Vermögenskammer, die in Fragen der Vermögensverwaltung das Leitungsteam unterstützt und beaufsichtigt, besteht aus 10 Mitgliedern. Beide Kammern bilden den Rat der Pfarrei, der Schwerpunkte der künftigen Arbeit in der Pfarrei Saarbrücken festlegt und das Leitungsteam in Kooperation bei strategischen Entscheidungen berät.

     

    Die Gremienlandschaft verändert sich. Dankesfest am 31. Januar 2020

    Künftig wird es keine Verwaltungsräte, Kirchengemeinderäte, Pfarrgemeinderäte und Pfarreienräte mehr geben. Allerdings sieht die neue Ordnung vor, Verwaltungsteams – aus den jetzigen Verwaltungsräten und Kirchengemeinderäten - an den einzelnen Orten zu bilden. 3 Mitglieder müssen zusammen kommen, damit die Mindestgröße für ein Verwaltungsteam erreicht ist. Sie erhalten nach Wunsch und Absprache vom Leitungsteam ein Mandat und ein dazu passendes Budget und werden vom ersten Rat der Pfarrei für die Übergangszeit von zwei Jahren bestätigt. Damit wird eine Verbindlichkeit und rechtliche Sicherheit neben der pastoralen Arbeit geschaffen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger, wie Sie sie kennen und schätzen gelernt haben, bleiben ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verwaltungsbereich i.d.R. zunächst an ihren bisherigen Arbeitsstellen. Auch hier gilt: nicht alle Veränderungen kommen zum 01. Januar 2020. Die Pfarrbüros sind zu den bekannten Öffnungszeiten besetzt und unter den bekannten Telefonnummern oder Mailadressen erreichbar. Da die Verwaltung konzentriert im Leitungsteam stattfinden wird, haben Priester wieder mehr Zeit sich um die Seelsorge zu kümmern. Entgegen anders lautender Gerüchte, wie in einer sogenannten repräsentativen Umfrage geschehen, bleibt im Moment die Zahl der Priester in der Pfarrei Saarbrücken konstant. Die Steuerungsgruppe hat nach Rücksprache mit dem Dekanatsrat ein Dankesfest für alle (dann ehemaligen) Mitglieder der jetzigen Gremien festgelegt für den 31. Januar 2020 (bitte vormerken)!

     

    Dechant Benedikt Welter

    Diakon Roland Isberner

    Pfarrsekretärin Jacqueline Reimann-Jung

heraus gerufen - aktuelle Infos aus dem Bistum Trier

Alle Informationen zum aktuellen Stand der Umsetzung der Pfarrei der Zukunft finden Sie hier